Klassische Ausbildung zum*zur Erzieher*in

Die Erzieher*innen-Ausbildung ist im klassischen Modell eine Berufsausbildung, die

  • sich aus einem zweijährigen Vollzeitstudium an der Fachakademie
  • Praxisphasen in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern und
  • einem einjährigen Berufspraktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung mit Begleitung durch die Fachakademie zusammensetzt.

Nach erfolgreichem Abschluss wird die Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte*r Erzieher*in“ verliehen. Mit einer Ergänzungsprüfung können Sie die fachgebundene Fachhochschulreife erwerben.

Dieser Ausbildungsweg wendet sich an alle, die nicht die praxisintegrierte Ausbildung in der Nachfolge des Modellversuchs „OptiPrax“ absolvieren möchten.

Das bringen Sie mit

Als Erzieher*in sind Sie Ansprechpartner*in für Kinder, Jugendliche und Eltern mit all ihren individuellen Anliegen in Kindertageseinrichtungen.

Im Umgang mit den unterschiedlichsten Menschen sind Erzieher*innen mit ihrer ganzen Persönlichkeit gefragt:

  • emotional
  • intellektuell
  • fachlich und
  • auf religiöser Ebene.

Deshalb stehen für uns Ihre Person und Ihre Persönlichkeitsbildung im Vordergrund.

Wenn wir Im Unterricht theoretische und fachpraktische Kenntnisse vermitteln, legen wir Wert auf ganzheitliches Lernen in kleinen Lerngruppen und auf eine ansprechende Atmosphäre.

Neben den Inhalten aus dem Lehrplan können Sie weitere Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben:

  • Religion: Religionspädagogisches Zertifikat
  • Kunst und Musik: Musikpädagogische und kunstpädagogische Übungen, Instrumentalunterricht, Chor
  • Übungen zu interkultureller und interreligiöser Kompetenz .

Evangelische Fachakademie für Sozialpädagogik der Diakonie München und Oberbayern

Hausanschrift:
Birkerstraße 19
80636 München

Postanschrift:
Postfach 190551
80605 München

T (089) 52 03 17 90
F (089) 52 03 17 916

Telefonzeiten:

Mo, Di, Fr

10 – 12 Uhr

Do

8 – 10 Uhr

Ausbildung zum*r Erzieher*in – so funktioniert’s

Rechtlicher Rahmen

Wenn Sie das SEJ an der Evangelischen Fachakademie absolviert haben, können Sie die Ausbildung zum*zur Erzieher*in anschließen. Dafür müssen Sie sich nicht erneut bewerben, sondern sich nur verbindlich für das kommende Studienjahr bis März des laufenden Studienjahres anmelden. Für die Erzieher*innen-Ausbildung schließen wir einen neuen Ausbildungsvertrag mit Ihnen.

Die Ausbildung findet zunächst in einem zweijährigen Vollzeitunterricht mit theoretischen und fachpraktischen Fächern von montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 17 Uhr statt.

Unterricht oder Exkursionen können gelegentlich an Samstagen stattfinden. Die Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Ausbildungsvergütung

Wir vergüten Ihre Arbeit in den Praxisstellen der Diakonie München und Oberbayern (brutto) so:

  • erstes Studienjahr: 1.140,69 €
  • zweites Studienjahr: 1.202,07 €
  • drittes Studienjahr: 1.303,38 €

Darüberhinaus erhalten Sie vermögenswirksame Leistungen, eine Ballungsraumzulage und eine Jahressonderzahlung.

Ablauf: Verfügungs-, Arbeits- und Unterrichtszeiten

Im Zuge der Ausbildung müssen mehrere Arbeitsfelder wie z.B.

  • Kinderkrippe
  • Kindergarten
  • Hort und Tagesheime
  • Ganztagsschule
  • Jugendarbeit

abgedeckt werden.

Ausnahme: Sie haben ein Gebiet bereits in einer vorhergehenden Berufsausbildung kennengelernt.

Die zweijährige Vollzeitausbildung wird durch Praxisphasen im Umfang von 480 Stunden unterbrochen. Die Praxisstellen können Sie selbst auswählen, sie müssen aber von der Fachakademie genehmigt werden. Sie dürfen max. 25 km von der Fachakademie entfernt sein.

Nach zwei Jahren schließen sich zwölf Monate Berufspraktikum mit mindestens 32 Wochenstunden an. Während des Berufspraktikums finden Seminartage im Umfang von 160 Stunden statt.

Inhalte

In der klassischen Erzieher*innen-Ausbildung unterrichten wir die Fächer

  • Pädagogik & Psychologie, Heilpädagogik
  • Politik & Gesellschaft
  • Deutsch & Kommunikation
  • Literatur und Medienpädagogik
  • Englisch
  • Recht & Organisation
  • Theologie & Religionspädagogik
  • Kunst- & Werkpädagogik
  • Naturwissenschaft & Mathematik
  • Ökologie & Gesundheitspädagogik
  • Praxis-/Methodenlehre mit Gesprächsführung
  • Sozialpädagogische Praxis.

Die hervorgehobenen Fächer sind Prüfungsfächer. Der erste Teil der Abschlussprüfungen findet nach zwei Jahren statt. Mit einer freiwilligen Ergänzungsprüfung in Englisch können Sie die fachgebundene Fachhochschulreife erwerben.

Am Ende des Berufspraktikums erfolgt der zweite Teil der Abschlussprüfungen. Er besteht aus

  • einer Facharbeit
  • einer praktischen Prüfung und
  • einem Kolloquium.

Mentoring

Für das Mentoring der Praktikant*innen ist eine pädagogische Fachkraft zuständig, die in derselben Gruppe oder im selben Bereich wie der*die Praktikant*in eingesetzt ist. Diese Fachkraft ist entweder selbst Erzieher*in, Kindheitspädagoge*in, Sozialpädagoge*in oder Heilpädagoge*in und hat mindestens drei Jahre Berufserfahrung (einschließlich Berufspraktikum). Damit das Mentoring aussagekräftig ist, überschneiden sich die Dienstpläne von Mentor*in und Praktikant*in.

Es findet wöchentlich ein Mentoring-Gespräch statt. Dazu gibt es zwei Praxisbesuche der Praxislehrkraft in der Praxisstelle sowie zwei Mentor*innen-Treffen an der Fachakademie.

Kosten

Grundsätzlich herrscht Schulgeldfreiheit. Kosten entstehen für Sie im folgenden Umfang:

  • Monatlich werden Kopier- und Materialkosten in Höhe von 10,– bis 20,– € je nach Ausbildungsgang erhoben.
  • Es fallen ggf. Kosten für Ausflüge, Exkursionen, Kursfahrten und ggf. Prüfungsgebühren an.
  • Im Berufspraktikum erheben wir eine Verwaltungskostenpauschale in Höhe von 300,– €.

Hier finden Sie uns

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